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»Das Trotz-alledem existiert«

Die Geschichte des linken Widerstands in Westdeutschland von 1968 bis 1989 in vier Romanen: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Erasmus Schöfer

  • Von Matthias Reichelt
  • Lesedauer: ca. 9.5 Min.

Ihre Roman-Tetralogie »Die Kinder des Sisyfos« ist wieder erschienen. Geschrieben in den Nullerjahren, gibt es sie nun als preiswerte Taschenbuchausgabe, versehen mit einem nützlichen Quellen- und Personenregisterband. In den vier Romanen erzählen Sie die Kämpfe der westdeutschen Linken von 1968 bis 1989. Wieso haben Sie diesen Zeitraum gewählt?

1986 habe ich den Roman »Tod in Athen« veröffentlicht, in dem die beiden Hauptpersonen Manfred Anklam und Viktor Bliss eingeführt werden. Es wird erzählt, wie sie sich in Westberlin beim großen Vietnam-Kongress des SDS in der TU, Februar 1968, kennengelernt und später zusammen mit Rudi Dutschke und den anderen demonstriert haben. Als dann aber nach 1989 die Übernahme der DDR erfolgte und der Sozialismus in Europa zu Ende ging, war ich erst einmal sprachlos und musste mich ganz neu orientieren.

1968 war auch für mich ein Auslöser. Ich war damals als freier Schriftsteller in München mit...


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