Kipping will von Corbyn und Johnson lernen

Die LINKE-Führung sucht Neuanfänge nach dem ernüchternden Wahljahr 2019: Soziale Frage soll Regierungsfrage werden

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Selbstverständigung in der Linkspartei über Konsequenzen aus dem insgesamt ernüchternden Wahljahr 2019 hält an. Jetzt haben sich Parteichefin Katja Kipping und Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler zu Wort gemeldet.

Die Europawahl sowie die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen kann die LINKE unter der Rubrik »Pleite«, wenn nicht sogar »Katastrophe« verbuchen. Die Erfolge in Bremen und Thüringen sind da nur ein schwacher Trost. Angesichts dessen sind in der Partei Debatten über die inhaltliche und strategische Ausrichtung nicht zuletzt bei künftigen Wahlkämpfen im Gange.

Zu einer auf den ersten Blick verblüffenden Schlussfolgerung kommt dabei die Parteivorsitzende Katja Kipping: Man könne aus dem britischen, stark vom Streit um den Brexit geprägten Wahlkampf sowohl von der Labour-Sozialdemokratie als auch von den konservativen Tories lernen, schreibt sie in einem Thesenpapier, das »neues deutschland« vorliegt. So unterschiedlich d...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.