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Zeit und Liebe kontra Schrottgeschenke

Wie im richtigen Leben so auch beim 2020er Oma-Opa-Kalender

Von Mike Mlynar

»Pfingsten / sind die Geschenke am geringsten. / Während Geburtstag, Ostern und Weihnachten / etwas einbrachten.« So weit Bert Brecht zu einer Binsenwahrheit. Was die lieben Kleinen angeht, mag diesmal zu Weihnachten ja auch mehr gejubelt als gegrollt worden sein. Bei den Großen ist es öfter umgekehrt. Wenn sich nämlich hochglanzverpackte Gaben als unliebsamer und geschmackloser Geschenkschrott entpuppen. Zeug, das dann »bestenfalls« weiterverschenkt oder -verkauft wird. Meist liegt es aber erst zu Hause herum und wandert dann irgendwann in den Müll.

Natürlich ist es schwer, sich vom Diktat der Werbung und Konvention freizumachen. Also diesbezüglich schon mal an Ostern und all die wiederkehrenden Geburtstage denken - einen Versuch ist es ganz sicher wert. Schenken Sie sich gegen den allgemeinen Trend doch einfach mal mehr Zeit und Liebe. Die sind preiswert, umweltschonend und laufen kaum Gefahr, im Umsonstladen oder bei der Tauschbörse zu landen. Und wer selber Zeit und Liebe verschenkt, kann sogar berechtigt darauf hoffen, auch welche zurückzubekommen.

Wobei Zeit und Liebe, wie sich hier gleich zeigt, durchaus auch mal materialisiert sein können. Jette und Robin, neun und elf Jahre alt, hatten für Oma und Opa drei Wochen lang an einem 2020er Monatskalender gebastelt. Dafür hatten sie selbst Fotos von sich aufgenommen (wohl um die Großeltern endgültig vom Sinn von Selfies zu überzeugen). Jedes Blatt ist von einem Foto geziert, auf dem Jette oder Robin oder beide zusammen zu sehen sind. Insgesamt ist Jette auf neun Fotos drauf, Robin auf zehn. Auf wie vielen Fotos sind dann beide zusammen zu sehen?