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Blockierte Goldgräber

Seit Juni 2018 verhindern Armenier den Betrieb einer Goldmine. Der Konflikt könnte dem Anführer der »samtenen Revolution« und derzeitigen Premier zum Verhängnis werden.

  • Von Paul Toetzke, Jerewan
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Noch immer stehen die Maschinen still am Berg Amulsar im Südwesten Armeniens. Seit eineinhalb Jahren blockieren Bewohner der Region die beiden Zufahrtsstraßen zu der Goldmine Amuslar, die längst in Betrieb sein sollte. Seit Juni 2018 verhindern sie den Beginn der Abbauarbeiten nahe der Stadt Dschermuk, die für ihr Mineralwasser und als Erholungsort bekannt ist. Die Bewohner fürchten ebenso wie Umweltschützer im ganzen Land, dass der Goldabbau desaströse Folgen für die Natur hätte.

Der Bergbau ist für Armenien ein wichtiger Wirtschaftszweig. Das Land besitzt eine Vielzahl an Bodenschätzen, es gibt mehr als 600 Minen, knapp drei Prozent des Bruttoinlandprodukts werden im Bergbau erwirtschaftet. Internationale Unternehmen locken mit Investitionen in Millionenhöhe und mit Jobs für die lokale Bevölkerung, die unter hoher Arbeitslosigkeit (knapp 18 Prozent) leidet. Armenien hat aber auch eine starke Umweltbewegung, die in Dschermuk und ...


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