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Slowjansk im Nachkrieg

Nach der Niederlage der Separatisten wartet die ostukrainische Stadt auf ein neues Leben

  • Von Christopher Braemer
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Eine Frau zieht ihren Schlitten über den blanken Asphalt auf dem zentralen Platz in Slowjansk. Sie hat ihre Tochter aus dem Kindergarten abgeholt. Es ist eiskalt an diesem Dezembertag, aus dem Lautsprecher am Kathedralenplatz dröhnt Werbung für Zeitarbeit, nebenan funkeln die Goldkuppeln einer orthodoxen Kirche. Gelb-blaue Flaggen hauchen dem Rathaus - ein grauer Betonklotz - etwas Leben ein. «Ruhm der Ukraine! Ruhm den Helden!», steht auf dem Banner vor der Stadtverwaltung, ukrainische Flaggen wehen davor im Wind.

100 Kilometer bis zur Front

Auf dem Sockel vor dem Rathaus stand einst Lenin. Viele Straßennamen wurden beseitigt, um die Spuren der Vergangenheit zu löschen. Slowjansk ist ukrainisches Gebiet, auch wenn das im Jahr 2014 drei Monate lang in Frage stand. Hier brachen die Kämpfe für eine Abtrennung ostukrainischer Gebiete aus, die vor allem von Russen bewohnt sind. Sie fühlen sich eher Russland zugehörig und sahen sich...


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