Werbung

Unten links

Internet-Trolle sind scheue Wesen, einerseits. Sie tarnen sich mit ausgedachten Namen, wollen nicht ertappt und identifiziert werden, sondern aus dem anonymen Untergrund heraus trollen. Andererseits sind sie Großmäuler. Sie wissen alles besser, kennen keinerlei Umgangsformen und drohen bei der geringsten Meinungsverschiedenheit mit Hausbesuch, Pest, Cholera, Mord und Totschlag. Weil diese Art von asozialer Enthemmung um sich greift und Folgen über den virtuellen Raum hinaus hat, sucht die Politik nach Wegen, dagegen vorzugehen und digitale Hassprediger zur Verantwortung zu ziehen. Eine Überlegung: Netzprovider in gravierenden Fällen zur Herausgabe von Passwörtern zu verpflichten. Schwierig, wegen Datenschutz. Aber: Als Antwort auf die Regierungspläne erhielt die Bundesjustizministerin Morddrohungen. Natürlich anonym. Manchmal sind die Trolle doch ganz nützlich. Denn einen besseren Beweis für die Dringlichkeit der Debatte hätte niemand liefern können. wh

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Als unabhängige linke Journalist*innen stellen wir unsere Artikel jeden Tag mehr als 25.000 digitalen Leser*innen bereit. Die meisten Artikel können Sie frei aufrufen, wir verzichten teilweise auf eine Bezahlschranke. Bereits jetzt zahlen 2.600 Digitalabonnent*innen und hunderte Online-Leser*innen.

Das ist gut, aber da geht noch mehr!

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen und noch besser zu werden! Jetzt mit wenigen Klicks beitragen!  

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!