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Der Einsame in Güstrow

Ernst Barlach zum 150. Geburtstag: Seine Figuren umgibt eine große menschliche Würde

  • Von Klaus Hammer
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Im »Güstrower Ehrenmal« (Bronze, 1927), das dem Gedenken an die Toten des Ersten Weltkrieges gewidmet sein sollte, hatte Ernst Barlach die schwebende menschliche Gestalt auf eine letzte Formel gebracht. Zunehmend abstrahiert, in der Arm- und Schulterpartie abgeflacht, wurde sie zu einer monumentalen Schicksalsfigur, zu einem unvergesslichen Symbol des ewigen Schweigens. Dieser Bote aus einer anderen Welt, der keine Flügel braucht, um zu schweben, braucht auch die Augen nicht mehr. Barlachs »Schwebender Engel« im Dom zu Güstrow kann erfahrbar werden als »wörtliche Darstellung eines inneren Zustands vom Überwundenhaben«. Dass ihm in den Engel »das Gesicht der Käthe Kollwitz hineingekommen« war, ohne dass er es sich vorgenommen habe, wie Barlach seinem Verlegerfreund Reinhard Piper mitteilte, war wohl doch nicht so zufällig, denn das Schicksal der Käthe Kollwitz war 1927 bereits ein Synonym für die um ihre gefallenen Söhne trauernden Mütt...


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