Im Selbstversuch

Skispringen für jedermann – Oberstdorf lässt auch Anfänger auf die Schanze.

  • Von Christian Schreiber
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Abstoßen, tief in die Hocke, die Ski laufen lassen. Und dann toitoitoi!

Balken runter, setzen, Tunnelblick. Das kennt man aus dem Fernsehen, wo die Kamera dann das Gesicht des Skispringers einfängt und in die warmen Wohnzimmer sendet. Und jetzt wartet man selbst auf so einem Balken im Oberstdorfer Skisprungstadion, wo am 28. Dezember die Vierschanzentournee gestartet wurde: Nur eine Zwanzig-Meter-Schanze für Anfänger, die heute gekommen sind, um einmal den Kobayashi oder den Eisenbichler zu machen. Das ist natürlich übertrieben. An einem Tag kann man Skispringen nicht lernen. Aber man hebt ab, erlebt dieses einmalige Gefühl des Fliegens - das jedenfalls hat der Veranstalter versprochen.

Voraussetzung ist allerdings, dass man sich traut, die gut 30 Meter lange, steile Anlaufspur im Schuss hinabzufahren und sich dann vom Untergrund abzudrücken. Es ist, als stünde man vor einer schwarzen Piste - mit dem Unterschied, dass niemand auf die Idee käme, sie im Sturzflug hinab zu sausen. In tief gebeugter Abfah...


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