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Über Beethoven hinaus

Mit Beethovens einziger Oper »Fidelio« verhandelt Volker Lösch in Bonn die Frage von politischen Gefangen in der Türkei

  • Von Adrian Levin
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Bonn, am 1. Januar 2020: Vor der Oper werden Flugblätter an das Beethoven-Premierenpublikum verteilt, es geht um die Freiheit für kurdische Gefangene. »Druck auf die Bundesregierung« wird gefordert, um Waffenexporte zu beenden. Für den ungewöhnlichen Ort der Kundgebung kann es eigentlich nur zwei Gründe geben: Entweder wohnt der Kulturattaché des nahe gelegenen türkischen Generalkonsulats einer Aufführung bei. Oder Volker Lösch inszeniert Beethovens einzige Oper »Fidelio«.

Längst ist Lösch auch in Bonn als Regisseur bekannt, der dort mit Stücken wie »Waffenschweine« (2014) oder »Bonnopoly« (2017) politische Themen zuspitzt. Ein couragierter Generalintendant Bernhard Helmich wusste also, wen er sich zum Auftakt des Beethovenjahrs ins Haus holte - und welche Kritik prompt folgen würde. So ließ der Deutschlandfunk noch am Neujahrsabend mit Bernhard Doppler als Opernkritiker das Stück abkanzeln: »Warum nicht auch einen Theaterabend zu...


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