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  • Politik
  • Sabine Zimmermann (LINKE)

Anzahl der Sozialbestattungen bleibt hoch

2018 bekamen 19.211 Menschen Geld von den Kommunen für die Beisetzung von Angehörigen

  • Lesedauer: 2 Min.

Osnabrück. Die Anzahl der sogenannten Sozialbestattungen in Deutschland ist nach wie vor auf einem hohen Niveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts bekamen 2018 insgesamt 19.211 Menschen Geld von den Kommunen für die Beisetzung von Angehörigen, wie die »Neue Osnabrücker Zeitung« berichtet. Insgesamt zahlten die Kommunen demnach 53,7 Millionen Euro an Menschen, welche nicht in der Lage waren, die Beisetzung von Angehörigen aus eigener Tasche zu bezahlen.

Die Zahl der Sozialbestattungen geht aber seit einigen Jahren etwas zurück. 2016 sprang der Staat dem Zeitungsbericht zufolge in 21.434 Fällen ein und erstattete insgesamt 59,5 Millionen Euro. 2017 waren es 20.227 Fälle und 57,25 Millionen Euro.

Die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (LINKE), welche diese Zahlen beim Statistischen Bundesamt erfragt hatte, erwartet allerdings, dass es in kommenden Jahren wieder mehr Sozialbestattungen geben wird. Diese Entwicklung sei aufgrund der Zunahme von Altersarmut und prekärer Beschäftigung zu erwarten. Zimmermann befürchtet zudem, dass die Kommunen angesichts steigender finanzieller Belastungen ihre Kostenübernahme bei Bestattungen reduzieren könnten. Dabei wäre es in vielen Regionen notwendig, die Leistungen anzuheben, »um auch armen Menschen ein würdevolles Begräbnis zuteil werden zu lassen«, sagte die Abgeordnete.

Wer Geld vom Amt für die Bestattung von Angehörigen erhält, muss sich zuvor einer Einkommens- und Vermögensprüfung unterziehen. Übernommen werden laut Sozialgesetzbuch die Kosten »für eine ortsübliche und einfache, der Würde des Verstorbenen entsprechende Bestattung«. Welche Summe die Kommunen für eine Beisetzung zahlen, ist nicht näher festgelegt. AFP/nd

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