Ein Atomabkommen, das keins mehr ist

Iran will sich zukünftig an keine Beschränkungen bei der Anreicherung von Uran halten

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Zwei Sicherheitsbeamtinnen stehen vor dem iranischen Atomkraftwerk Buschehr und beobachten den Medienverkehr.

Nach außen hin geht das Leben in Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und auch in Israel seinen gewohnten Gang. Doch in Hintergrundgesprächen mit Politikern und Diplomaten und in den Medien geht es derzeit vor allem um eine Frage: Was wird passieren?

Denn auf der Arabischen Halbinsel sitzt man zwischen Iran und seinem Erzfeind, dem von westlichen Staaten hochgerüsteten Saudi-Arabien, wo der zwar den USA nahe stehenden, aber nur schwer einschätzbare Kronprinz Mohammad bin Salman immer mehr Macht an sich reißt.

In Israel indes stehen jenseits der Grenzen im Libanon, in Syrien, im Gazastreifen und auch auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel militante Gruppen, die von den iranischen Quds-Brigaden alimentiert und ausgebildet wurden - jener Einheit der Revolutionsgarden, deren Kommandeur Qassem Soleimani Ende vergangener Woche in Irak bei einem US-amerikanischen Drohnenangriff getötet wurde.

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