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Schief gewickelt

Ulrike Henning zu Innovationen, die größere Probleme nur kaschieren

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: 1 Min.

An diesem Freitag endet die Consumer Electronics Show in Las Vegas. Der Casino-Standort passt. Unterhaltung und Glücksversprechen gibt es en masse auf der Messe. Gesundheitsthemen spielen eine zunehmende Rolle: etwa neue Uhren, mit denen Körperfunktionen immer besser aufgezeichnet werden können, jetzt auch die Sauerstoffsättigung des Blutes. Zu den Wearables - am Körper getragene Mini-Computersystemen - zählen nicht mehr nur smarte T-Shirts.

Offenbar weiter optimierbar ist die Windel. Das saugfähige Produkt wird schon hierzulande mit Fassungsvermögen bis zu sieben Liter beworben. Da könnte der Sensor, der Alarm schlägt, sobald die Windel gewechselt werden muss, sinnvoll sein. Ob das für die Eltern-Kind-Beziehung günstig ist, bleibt offen. Vermutlich werden die Kleinen dann weniger hoch genommen und beschnuppert. Bei Erwachsenen, sprich pflegebedürftigen Menschen, könnte eine solche Windel, die etwa auch Fieber misst, zum rationelleren Einsatz von Pflegepersonal führen. Am Ende muss aber doch jemand kommen, die Windel wechseln und den Bedürftigen sorgfältig reinigen. Mindestens viermal am Tag, kein Wechselroboter in Sicht. Ganz abgesehen davon, dass Windeln in Deutschland schon zehn Prozent des Restmülls ausmachen. In Zukunft dann mit Sensorschrott.

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