Marx, Mathematik und Googles Profit

Die Skepsis gegenüber ökonomischen Modellen ist hinderlich für die Theoriebildung.

  • Von Georg Quaas
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Warum ist Arbeit bei kapitalistischer Produktionsweise wertbildend? Mit dieser Frage beschäftigte sich Marx in seiner Arbeitswerttheorie.

In allen wissenschaftlichen Disziplinen, deren Gegenstand quantitative Verhältnisse umfasst, ist Mathematik ein unverzichtbares Erkenntnismittel. Jedoch: Viele heterodoxe Ökonomen, darunter auch solche, die sich an Marx orientieren, stehen den mathematischen Modellen in der Wirtschaftswissenschaft skeptisch gegenüber. Zum Teil mit gutem Grund: Zu viele dieser Modelle sind unnötig kompliziert, wenig plausibel, realitätsfern und dem Laien kaum verständlich. Doch es gibt auch theoretisch gut durchdachte und empirisch sehr genaue Modelle der neoklassischen Synthese, die eine Hauptrichtung der derzeitigen Volkswirtschaftslehre ist. Dazu gehört die Konsumfunktion mit ihren verschiedenen Varianten und Erweiterungsmöglichkeiten. Die Skepsis gegenüber der Mathematik hat weitreichende Folgen. Selbst mit den bewährten Modellen der modernen Ökonomik können die Skeptiker kaum etwas anfangen.

Aber das möchten sie vielleicht auch nicht. Was bede...


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