Graswurzeln mit Revolutionspotenzial

Vetiver heißt ein bis zu drei Meter tief wurzelndes Gras aus Asien. In Peru soll es helfen, Erdrutschen vorzubeugen. Aber noch ist Überzeugungsarbeit notwendig.

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Alois Kennerknecht mit Vetiver-Setzlingen

Schon aus der Ferne ist der grüne Schimmer zwischen den Betonsäulen zu sehen. »Da drüben habe ich meine Station für Setzlinge«, erklärt Alois Kennerknecht mit einem Grinsen. Er weiß genau, dass niemand darauf kommen würde, in Villa El Salvador eine derartige Oase zu suchen. Zwei genau genommen, denn direkt gegenüber vom Garten der Schule »Los Caminantes« befindet sich die von Sträuchern umgebene Dependance des Wasserbetriebs Sedapal. Die beiden grünen Inseln muten wie Oasen in der Wüste an, denn Villa El Salvador ist ein von gräulich-beigen Sand, schnell hochgezogenen Backsteinbauten und Unrat dominiertes Armenviertel am Rande des Stadtzentrums der peruanischen Hauptstadt Lima.

Für Pflanzen haben die Leute hier zwar durchaus etwas übrig, aber Wasser ist chronisch knapp und teuer. Zudem wächst auf dem sandigen, staubigen Boden nur mit viel Engagement und eben Wasser etwas. Letzteres steht bei dem staatlichen Wasserunternehmen Sedap...


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