Die Saat sprießt auch im Osten

In Sachsens Provinz streifen die Grünen ihr Image als West- und Großstadtpartei ab.

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Gesamtdeutsches Wahlkampfteam: Schubert und Habeck

Görlitz ist nicht Hannover und auch nicht Osnabrück. Die zwei Städte in Niedersachsen werden seit Kurzem von Grünen regiert: dem ersten Oberbürgermeister mit türkischen Vorfahren und der ersten Landrätin der Partei. Franziska Schubert, die einst in Osnabrück studierte, freut sich ehrlich. Ihr selbst blieb ein ähnlicher Erfolg im Mai verwehrt. Bei der OB-Wahl in Görlitz landete die 37-Jährige, die Fraktionsvize im Landtag ist, auf Platz 3. Dass ihr Rückzug in der zweiten Runde den Sieg der AfD verhinderte, ist ein Trost; ins Amt kam indes ein anderer. So weit, so normal für die Grünen in Sachsen?

Mitnichten. Schubert erhielt in der Stadt an der Neiße 7436 Stimmen: 27,9 Prozent. Ein phänomenales Ergebnis für eine Grüne in Ostsachsen; in einer Region, in der es »oft weh tut«, sich zu der Ökopartei zu bekennen. Kohle, Wolf, Grenze: Es gibt hier viele Themen, bei denen man sich als Mitglied einer Partei, die Naturschutz, Energiewende u...


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