Schneeflöckchen im Streik

Der Harz muss sich wohl vom Wintersport verabschieden. Stattdessen setzen die Touristiker auf Kultur und Natur

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Ein Winterparadies ist auf der Wetterwarte des Brocken nur noch manchmal zu erleben.

Ski und Rodel schlecht beziehungsweise unmöglich: Das gilt auch für Schierke, Hahnenklee, den Sonnenberg oder Bad Sachsa. Keine der Abfahrtspisten in dem Mittelgebirge ist geöffnet, kein Meter Loipe für Langläufer ist gespurt, die Liftanlagen stehen still, teilt der Harzer Tourismusverband mit. Und das Anfang Januar, mitten im Winter also. Die Aussichten? Trübe. Allenfalls am nächsten Wochenende, so der Deutsche Wetterdienst, könnte es in den Hochlagen des Harzes ein wenig Schnee geben.

Noch zu Beginn der 2000er-Jahre, vor gar nicht so langer Zeit, bedeckte dort über Monate eine dicke Schneedecke Berge und auch Täler. Nur selten stiegen die Temperaturen in diesem Zeitraum über minus fünf Grad. Die Skisaison dauerte von November bis April. Doch zuletzt fielen die Winter immer häufiger aus. Auch auf den Hängen des 971 Meter hohen Wurmbergs bei Braunlage fielen in den vergangenen Jahren erst sehr spät die ersten Flocken. Zumindest do...


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