Ausverkauf wider Willen

Das Kleidungsgeschäft »Modeinstitut« in Friedrichshain muss nach siebzehn Jahren gehen, nachdem die Fortis Group das Haus gekauft hat

  • Von Peter Nowak
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Daniela Wisotzky vor ihrem Modeladen

»Verdrängung stoppen - Wir bleiben alle«, steht auf einem der zahlreichen Transparente, die seit Monaten aus den Fenstern der Samariterstraße 8 in Friedrichshain hängen. Die Bewohner*innen des Hauses wurden zu Mietrebell*innen, nachdem sie vor einem Jahr erfahren hatten, dass die Fortis Group das Gebäude erworben hat und mit massiven Mieterhöhungen verbundene Modernisierungen ankündigte. Mindestens 24 Mietparteien sind dadurch von Verdrängung bedroht (»nd« berichtete).

Die angekündigten Bauarbeiten haben noch nicht begonnen, was die Mieter*innen auch auf ihre von Anwohner*innen und Politiker*innen unterstützten Proteste zurückführen. Trotzdem hat es schon eine von ihnen getroffen: Dem »Modeinstitut« wurden zum 31. Januar die Räume in dem Haus gekündigt. Seit 17 Jahren verkauft Daniela Wisotzky dort Kleidung für Frauen jedes Alters für den kleinen Geldbeutel. Die Nachfrage ist groß, sagt sie. Trotzdem ist nun zum Monatsende am bish...


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