Heimlich unersetzlich

Journalisten im Ausland führen gegen BND-Überwachung das deutsche Grundgesetz ins Feld

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Geheime deutsche Kredite verwendete der Balkanstaat Slowenien, um während eines UN-Waffenembargos russische Flugabwehrraketen zu kaufen. Das recherchierte vor Jahren der slowenische Journalist Blaz Zgaga. Wie Waffen und Munition von Militäranlagen der DDR ihren Weg in jugoslawische Kriegsgebiete fanden, war eine andere seiner Enthüllungen. Blaz Zgaga ist sich sicher, wegen seiner Recherchen vom deutschen Auslandsgeheimdienst BND überwacht zu werden. Eng arbeitet der mit dem slowenische Geheimdienst Sova zusammen; beide betreiben in Ljubljana ein gemeinsames Zentrum zur Überwachung der Telekommunikation, wie Blaz Zgaga in seiner Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe schreibt. Und weiter: »Überwacht zu werden, erschwert meine Arbeit, weil meine Quellen in den Geheimdiensten wissen, wie riskant es ist, mich zu kontaktieren.«

Mit Blaz Gazga klagen sechs weitere Journalisten, darunter die Trägerin des Alternativen...


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