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LINKE will gegen NATO-Großmanöver 2020 mobilmachen

Verteidigungspolitischer Sprecher Pflüger: »NATO übt mit klimafeindlicher Materialschlacht Aufmarsch gegen Russland«

  • Lesedauer: 2 Min.
Die damalige Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) besucht deutsche Truppen bei dem Nato-Manöver
Die damalige Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) besucht deutsche Truppen bei dem Nato-Manöver "Trident Juncture" im Oktober 2018.

Osnabrück. Die LINKEN im Bundestag machen gegen die in diesem Frühjahr bevorstehende Übung zur Verlegung Zehntausender US-Soldaten einschließlich Kampfgerät quer durch Europa nach Polen und ins Baltikum mobil. »Das Großmanöver Defender 2020 ist gefährliches Säbelrasseln, es ist kein Beitrag, die Beziehungen zwischen Russland und der Nato zu verbessern«, sagte Tobias Pflüger, verteidigungspolitischer Sprecher der LINKEN im Bundestag, der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Pflüger mahnte: »Hier wird ganz konkret Krieg geübt, der militärische Aufmarsch gegen Russland: 20.000 US-Soldaten sollen an die russische Grenze verlegt werden. Deutschland fungiert dabei als zentrale Drehscheibe. Die Bundesregierung muss ihre Gewehr-bei-Fuß-Politik sofort beenden.«

Weiter sagte Pflüger der »NOZ«: »Ein Großmanöver mit insgesamt 37.000 Soldaten passt im Übrigen nicht in die heutige Zeit: Defender 2020 wird auch eine klimafeindliche Materialschlacht. Die Truppentransporte sind eine unnötige Belastung für Straßen und Schienennetz, die die Bürgerinnen und Bürger spüren werden. Wer so mit der Umwelt umgeht und Ressourcen verschwendet, hat aus Fridays for Future nichts gelernt. Das Militär hat hier offensichtlich gewaltigen Lernbedarf.«

Pflüger betonte: »Wir brauchen keine Großmanöver vom Typ Defender 2020, sondern eine Rückkehr zu Abrüstung und Rüstungskontrolle in Europa. US-Präsident Trump hat mit der Aufkündigung des INF-Vertrages schon schweren Schaden angerichtet. Defender 2020 ist der nächste Schlag gegen die Rüstungskontrolle in Europa.« Auch die Friedensbewegung hat bereits im Dezember Proteste gegen das Manöver angekündigt. Agenturen/nd

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