Leben mit dem Schrecken

Vor sechs Wochen tobte der Taifun Tisoy über den Philippinen / In Legazpi sind die Schäden noch immer sichtbar

  • Von Thomas Berger, Legazpi
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Kreislauf von Zerstörung und Aufbau – hier in Guiuan, Stadt in der philippinischen Provin Ost-Samar

Grellgelb in der zur Tagesmitte vom Himmel brennenden Sonne leuchtet auch das Shirt Salvador Davids. Der Körper des 50-Jährigen ist schmächtig, seiner hageren Gestalt ist anzusehen: Er muss in der Regel mit dem Nötigsten auskommen. Vielen, die hier in Baybay am Rande von Legazpi leben, geht es wie ihm. Das bescheidene bis karge Leben hier ist vor wenigen Wochen zusätzlich und im wahrsten Sinne des Wortes durchgewirbelt worden. Da zog mit Tisoy der zweitjüngste schwere Taifun über die Ostküste der Philippinen hinweg.

Den Distrikt Albay, dessen Verwaltungszentrum die Stadt Legazpi ist, traf der Wirbelsturm mit besonderer Wucht. »Es war am 2. Dezember ganz früh morgens, vielleicht gegen zwei Uhr«, erinnert sich Salvador David. Wie durch ein Wunder haben er und seine Nachbarn die Naturgewalten ohne direkte Blessuren überstanden. Nicht so ein Großteil ihrer Häuser. Salvadors Sohn, der 25-jährige Salvador jr., ist auf eine Leiter geklet...


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