Mit dem Router ins Internet

Softwareentwickler kämpft in Baden-Württemberg gegen Vorwürfe, die zur Kündigung führten

  • Von Peter Nowak
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Willi-Bleicher-Platz in Stuttgart ist nach einem Widerstandskämpfer und Gewerkschafter benannt. »Du sollst dich nie vor einem lebenden Menschen bücken« - das Motto Bleichers ist auch die Maxime von Gerald D. »Ich habe auch an meinen Arbeitsplatz nie den Kopf ausgeschaltet«, erklärte der Softwareentwickler am Dienstag vor dem Stuttgarter Arbeitsgericht, das sein Domizil am Bleicher-Platz hat.

Dort kämpfte Gerald D. gegen seine Kündigung. Er hat seit 2008 beim mittelständischen Unternehmen Eltako GmbH gearbeitet, das Marktführer bei Beleuchtungskonzepten ist. Der offizielle Kündigungsgrund lautete, D. sei gegen den Willen des Unternehmens mit einen Router ins Internet gegangen. Firmengeschäftsführer Ulrich Ziegler sah darin eine Gefahr für sein Unternehmen und warf D. gar vor, die Firma schädigen zu wollen.

D. hingegen erklärte, dass es sich bei der aktuellen Kündigung um die Zuspitzung eines Arbeitskonflikts handelt, der 2...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.