Erosion der Tarifverträge

Arbeitgeber fordern für die Metallindustrie mehr Öffnungsklauseln

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Montage eines Porsche 718 Cayman im Hauptwerk Stuttgart-Zuffenhausen

In der Metallindustrie gibt es wieder mehr Beschäftigte in tarifgebundenen Unternehmen als früher. Doch der Schein trügt: Die höhere Zahl ist Ergebnis einer Dekade Wachstums mit entsprechendem Personalzuwachs. Peer-Michael Dick, Chef des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, verweist darauf, dass in Baden-Württemberg in den 1980er Jahren 80 Prozent der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben tätig waren; derzeit seien es 50 Prozent.

Ein Grund ist die Flucht vieler Unternehmensführungen aus den Arbeitgeberverbänden. Bundesweit waren Ende 2018 noch 3358 Unternehmen in den Tarifverbänden der Metallbranche - sieben Prozent weniger als 2013. Zudem ist eine ganze Reihe von Firmen in die OT-Organisationen (»ohne Tarifbindung«) der Arbeitgeberverbände abgewandert. Dem Flächentarifvertrag könnte daher in naher Zukunft das Aus drohen.

Auf beiden Seiten, Gewerkschaften wie Arbeitgeberverbänden, wollen hingegen viele an der Tarifpartners...


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