• Kultur
  • Der vergessene Schatz

Kunst war wie Brot

Eine Dokumentation im MDR: Wie ein brasilianischer Diplomat zum Sammler von Malerei aus der DDR wurde

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Der Regisseur Tom Ehrhardt bekennt seinen Überdruss sogenannte DDR-Themen betreffend. Diese seien »leerinterpretiert«. Nun ja, das hat sicherlich mit der ewig gleichen Optik zu tun, mit der uns Täter und Opfer im »Unrechtstaat« präsentiert werden, samt den frenetischen Freiheitsrufen beim Fall der Mauer. Gibt es keine anderen als jene immer gleichen Bilder?

Doch, es gibt sie, und es war ein Brasilianer, der sie dem überdrüssigen Tom Ehrhardt zeigte, so dass er plötzlich Lust bekam, diesen Film über einen Sammler von DDR-Kunst in Brasilien zu machen. Wie gut, dass es die unverdächtigen Zeugen von weither gibt; dieser hier kommt aus Amazonien und hat 1200 Bilder in seinem Depot, das er gut versteckt, denn so langsam spricht sich herum, dass die Bilder von DDR-Malern einen größeren Wert besitzen, als es die Player der bundesdeutschen Kunstszene bis heute suggerieren.

Aber was heißt das, »einen Wert besitzen«? Die einen denken da...


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