Die Einbahn-Seidenstraße

Europäische Handelskammer sieht kaum Vorteile für hiesige Unternehmen

  • Von Fabian Kretschmer, Peking
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Der erste Containerzug als Teil der chinesischen Seidenstraßeninitiative fährt im Hafen von Mukran auf der Insel Rügen zum Verladekai.

Hunderte Milliarden Euro investiert die chinesische Regierung, um Handelsrouten weltweit auszubauen. Die sogenannte Belt-and-Road-Initiative - auch Neue Seidenstraße genannt - gilt als logistisches Jahrhundertprojekt. Eine Zugverbindung führt über Zentralasien, die Türkei und Russland bis nach Deutschland. Die logistischen Vorteile liegen auf der Hand: Während ein Schiffscontainer von Schanghai nach Hamburg über einen Monat benötigt, dauert es auf der Schiene kaum mehr als zehn Tage. Präsident Xi Jinping spricht bezüglich seines Prestigeprojekts daher gerne von einer Win-win-Situation.

Eine von der Europäischen Handelskammer in Peking vorgestellte Studie kommt jetzt zu einem anderen Ergebnis: Die Belt-and-Road- Initiative sei kein multilaterales Arrangement, sondern »mutet wie eine Einbahnstraße an - ein geschlossenes System«, so Kammerpräsident Joerg Wuttke. Der 60-jährige Deutsche, der seit den 1990er Jahren in China lebt, hält ...


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