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Nicht mal eine Silbe wert

Ines Wallrodt über Arbeitsplätze und Kampfschiffe

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: 1 Min.

Es ist der größte Marineauftrag in der Geschichte der Bundeswehr. Und er sorgt für Diskussionen. Doch für welche? Statt nach Deutschland geht der Zuschlag für den Bau von vier Mehrzweckkampfschiffen an ein niederländisches Konsortium. Und nun hagelt es Vorwürfe an die Bundesregierung. Es geht um nicht eingelöste Versprechen, um Sicherheitsfragen, Verantwortung für deutsche Werftstandorte. Ministerpräsidenten von SPD und CDU melden sich zu Wort, die IG Metall sorgt sich gemeinsam mit den Betriebsräten von Werften und Zulieferern um den »Erhalt einer wehr- und sicherheitstechnischen Industrie«. Alles verständlich: An solchen Aufträgen hängt die Zukunft von Werften und an diesen ganze Gemeinden sowie Tausende Beschäftigte und deren Familien.

Und doch geht all das an der Kernfrage vorbei. Wofür werden hier 5,3 Milliarden Euro verbraten? Nicht für neue S-Bahnen, sondern für Kriegsschiffe. Die IG Metall hat auf den Konflikt zwischen Mitgliederansprüchen und Arbeitsplätzen auf der einen Seite und ihrer Friedensprogrammatik auf der anderen bis heute keine Antwort gefunden. Die deutschen Werftarbeiter und strukturschwache Städte wie Wolgast brauchen andere Per-spektiven als den Bau von Kriegsgerät. Sicher, die Konversion der Rüstungsindustrie ist keine einfache Sache. Aber nicht mal eine Silbe wert?

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