Zeugen reden

Filme zum Holocaust

  • Von Thomas Blum
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Einen Schlussstrich unter die NS-Vergangenheit wollte man hierzulande schon recht früh ziehen, nämlich am 10. Mai 1945. Die Tinte, mit der das Deutsche Reich die Kapitulationserklärung unterzeichnet hat, war noch nicht trocken, da wollte es schon nicht mehr an seine Verbrechen erinnert werden. Seither sind beinahe 75 Jahre vergangen. Jahre, in denen beispielsweise ein Bundespräsident, der in seinem früheren Leben einmal ein Nazi-Offizier gewesen war, unter Protesten der deutschen Öffentlichkeit den Tag der Niederlage der Nazis als Tag der »Befreiung« verstanden wissen wollte oder fragwürdige »Gedenkstätten« eröffnet wurden, an welchen nicht etwa der Opfer des Holocaust, sondern der »Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft« gedacht werden sollte, also auch jener deutschen Wehrmachtssoldaten, die sich am Vernichtungskrieg und an der Ermordung der europäischen Juden beteiligt hatten. Bedenkt man dies, dürfte es auch kein allzu großes Wunder ...


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