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  • Migration in Lateinamerika

Tausende Migranten überwinden Grenze zu Mexiko

Rund 2000 Menschen überqueren den Fluss Suchiate, der Mexiko von Guatemala trennt

  • Lesedauer: 2 Min.
Mittelamerikanische Migranten überqueren am den Fluss Suchiate von Tecun Uman, Guatemala, nach Mexiko
Mittelamerikanische Migranten überqueren am den Fluss Suchiate von Tecun Uman, Guatemala, nach Mexiko

Oaxaca de Juárez. Rund 2000 Migranten aus Mittelamerika haben in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) von Guatemala aus die mexikanische Grenze überschritten. Sie umgingen die mexikanischen Sicherheitskräfte und überquerten den Fluss Suchiate, der Mexiko von Guatemala trennt, in der Nähe der offiziellen Grenzbrücke. Nach Angaben der Tageszeitung »La Jornada« riefen sie Parolen wie »Es lebe Mexiko« und trugen Flaggen verschiedener Staaten, darunter auch die der USA.

Am vergangenen Wochenende hatten sich in der guatemaltekischen Grenzstadt Tecún Umán mehrere Tausend Mittelamerikaner versammelt, die sich auf den Weg in die USA gemacht hatten. Darunter sind viele Honduraner. Ein Teil von ihnen ließ sich von den mexikanischen Behörden registrieren und reiste legal nach Mexiko ein, um dort Asyl zu beantragen oder Arbeit zu suchen.

Andere versuchten, die Grenze über den Suchiate-Fluss oder die Grenzbrücke zu stürmen. Sie wurden jedoch von Nationalgardisten und Soldaten aufgehalten. Mehrmals kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Organisationen der Zivilgesellschaft warfen den Sicherheitskräften vor, brutal gegen die Reisenden vorzugehen, unter denen sich auch Kinder befinden.

Die mexikanische Regierung wies die Kritik zurück. Sie bot den Migranten und Flüchtlingen 4000 Arbeitsplätze in der Region an. Nach Angaben von Außenminister Marcelo Ebrard waren etwa tausend Menschen bereit, mit mexikanischer Unterstützung freiwillig in ihre Heimat zurückzukehren.

Die Migranten knüpften mit ihrem Marsch an die Karawanen an, mit denen im Herbst 2018 Tausende Richtung USA gezogen waren. Seit damals sind die Bedingungen aber noch schwieriger geworden, da die mexikanische Regierung mit US-Präsident Donald Trump Vereinbarungen getroffen hat, um die Migration einzudämmen. dpa/nd

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