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Salvinis Bann gebrochen - vorerst

Katja Herzberg freut sich nur kurz über den Wahlausgang in Italien

  • Von Katja Herzberg
  • Lesedauer: 2 Min.

Zur »Schicksalswahl« und zum »Wendepunkt« hatte der rechtsradikale Matteo Salvini die Regionalwahlen in Italien erkoren. Sie sollten ihn in Rom zurück an die Macht bringen. Damit ist der Lega-Chef gescheitert. Sein Bann ist am Sonntag gebrochen - vorerst. Die Freude über den Wahlausgang in der Emilia-Romagna könnte nur kurz währen.

Zwar wurden die Lega und ihre Verbündeten erstmals seit der nationalen Parlamentswahl vom März 2018 nicht stärkste Kraft. Doch selbst in der »roten« Emilia-Romagna kam das rechte Bündnis hinter Lucia Borgonzoni auf mehr als 40 Prozent der Stimmen. Auch in dieser wirtschaftlich prosperierenden Region mit für italienische Verhältnisse hohen sozialen Standards greift Salvinis Panikmache vom Untergang des Landes um sich. Der Lautsprecher verschaffte sich trotz Gegenprotesten der »Sardinen« Gehör.

Die Emilia-Romagna bleibt »rot«
Sozialdemokraten besiegen rechtsradikale Lega / Fünf-Sterne-Bewegung droht die Bedeutungslosigkeit

Während die Sozialdemokraten der PD quasi alle Salvini-Gegner auf sich zogen, verabschiedet sich die Fünf-Sterne-Bewegung in die Bedeutungslosigkeit. Mit weniger als fünf Prozent der Stimmen eröffnet ihr Abschneiden eine neue Debatte um die Zukunft der Partei - wie auch der Koalition in Rom. Schon die nächsten Regionalwahlen in der Toskana und Ligurien im späten Frühjahr könnten Salvini also doch noch den erhofften Triumph in Rom bescheren.

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