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Ein Sonnentag im Wintergarten

Die Gartenkolumne

  • Von Peter Kollewe
  • Lesedauer: 2 Min.
Wildschwein bei der Arbeit
Wildschwein bei der Arbeit

Ich will das Wort Schnee gar nicht in den Mund nehmen. Bei den Wetterprognosen stehen alles andere als die weiße Pracht und klirrender Frost in Aussicht. Mild bis weit in den Februar hinein. Wettermitteilung wetter.net: Der Winter ist bis Februar chancenlos! Deutschland droht ein neuer Dürresommer!

Nun gut, wir als die Betroffenen müssen damit leben. Und irgendwie ist die Natur immer zurecht gekommen. Was sich allerdings drei unserer Osterglöckchen dabei gedacht haben, als sie sich vorwitzig auf beachtliche 15 Zentimeter und saftig grün aus der Erde gewagt haben, wird ihr Geheimnis bleiben. Andere wie Tulpen und Krokusse, die sich gern frühzeitig an die Öffentlichkeit wagen, hielten sich noch bedeckt. Anfang Januar ist wahrlich etwas zu früh. Denn trotz der milden Vorhersagen wird es ganz ohne Minusgrade nicht abgehen. Da die Regentonnen gut gefüllt waren, konnte man etwas Wasser gegen die Wintertrockenheit verteilen.

Also warten wir ab, was in der nächsten Zeit auf uns zukommt. Einiges kann man schon sehen - das Unkraut, das sich nimmermüde überall zeigt. Da der Boden relativ weich ist, könnte man schon Hand anlegen. Könnte man. Aber doppelte Arbeit muss nun wahrlich nicht sein, denn wenn die Saison startet, sind die »Lieblinge« schon wieder da. Ganz sicher!

Geblieben sind die Vögel, die sicher die Milde der Jahreszeit genießen und unsere leckeren »Angebote« danken angenommen haben. Acht Behälter, die vor Weihnachten mit Meisenknödeln und Sonnenblumenkernen prall gefüllt waren, zeigten sich total leergepickt. Jetzt ist wieder die Mahlzeit angerichtet.

Anders denkt man über andere futtersuchende Wintergäste - die Wildschweine. Obwohl alle Tore zur Gartenanlage verschlossen bleiben sollten, haben die Tiere sich doch Zugang verschafft. Die Wege sehen nicht gut aus: Löcher und andere Hinterlassenschaften. In einigen unserer Nachbargärten wird wenig Freude aufkommen. Manche Stellen in Beet und Rasen sehen grauenhaft aus. Das (humorig gemeinte) Argument, dass man sich nun das Umgraben sparen kann, lässt Betroffene sicher nur finster lächeln. Aber wozu gibt es einen Gartenzaun? Oder?

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