Ein Plan, zum Scheitern verurteilt

US-Präsident Trump will den Nahost-Konflikt lösen, ohne die Palästinenser zu konsultieren

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im Weißen Haus hatten die Mitarbeiter der Pressestelle am Dienstag extra früh angefangen, und zum ersten Mal seit sehr langer Zeit war der Ton freundlich, wenn Journalisten aus aller Welt mitten in der Nacht in Washington anriefen, um nach Details des »größten Friedensplanes aller Zeiten« zu fragen. Mit diesem Begriff hatte US-Präsident Donald Trump bereits im Wahlkampf Erwartungen und Skepsis gleichermaßen ins Unermessliche gesteigert, wenn er davon sprach, den israelisch-palästinensischen Konflikt beenden zu wollen.

Man möge doch bitte Trumps Pressekonferenz am Dienstagabend (nach Redaktionsschluss) abwarten, wiegelte das Weiße Haus ab, während sich Israels amtierender Regierungschef Benjamin Netanjahu und Benny Gantz, Chef der größten Parlamentsfraktion Blau-Weiß, auf dem Weg nach Washington befanden. Dass Trump beide eingeladen hatte, und nicht nur den Regierungschef, liegt an der besonderen Situation in Israel: Dort steht im ...


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