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Von Freiheit infiziert

Wie ehemalige Süd-Nord-Freiwillige nach ihrer Rückkehr die alltägliche Frauenverachtung in ihrer Heimat erleben

  • Von Andreas Boueke
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Teilnehmer am Rückkehrseminar in Guatemala Fotos: Andreas Boueke

Manchmal hüllt sich Wendy López in eine bunte Tracht der indigenen Bevölkerung ihrer Heimatstadt Oaxaca. Auf deutschen Straßen waren die grellen Farben Mexikos ein genauso auffälliger Blickfang wie ihr herzliches Lachen. Anderthalb Jahre war die heute 28-jährige Wendy im Rahmen des Süd-Nord-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit »weltwärts«-Freiwillige in Deutschland. »Für mich als mexikanische Frau war es eine besondere Erfahrung, den deutschen Alltag zu erleben«, erzählt Wendy. »Zum Beispiel konnte ich bis ein Uhr morgens auf einer Feier bleiben und danach allein nach Hause gehen, ohne mir Sorgen zu machen, dass mir jemand etwas antut. Ich wusste: Die Wahrscheinlichkeit, entführt zu werden, war sehr gering.«

Das Welthaus Bielefeld hatte Wendy nach Deutschland eingeladen. Die »weltwärts«-Entsendeorganisation schickt jedes Jahr fast 100 junge Deutsche in den Globalen Süden, empfängt aber auch mindesten...


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