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Entweder verheiratet oder tot

Eine Frau zu werden bedeutet, ein Leben als Frau aufzugeben: Greta Gerwigs Literaturverfilmung »Little Women«

  • Von Felix Bartels
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Viel schon wäre erreicht, wenn ein Film von, über und mit Frauen nicht gleich auch einer für Frauen sein muss. Wenn Frauenthemen nicht als partikular gelten, während Männerthemen für universell genommen werden. Und wenn man von einem solchen Film nicht mehr erwartet, dass an ihm auch gleich die Welt gesunden müsse. In der turnusmäßigen Aufregung vor der Oscar-Verleihung schlug, nachdem »Little Women« als einziger Film einer Frau fürs »Best Picture« nominiert wurde, die Stunde des Sonntagsfeminismus.

Das fiese Wort meint eine Sorge um Gleichberechtigung, die nicht bei der Wurzel, sondern erst am Ende des Prozesses ansetzt. Verachtung von Frauen ist früher, tiefer, umfassender. Mädchen bereits werden entmutigt, wo man Jungen fördert. Sie lernen, ausgleichend zu sein und sich nicht so wichtig zu nehmen, wo die anderen lernen, Herausforderungen anzunehmen und sich auch dann beredt zu äußern, wenn sie keine Ahnung haben. Später verdienen die...


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