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Greenpeace will Siemens mithilfe des Großaktionärs Blackrock stoppen

Konzern will an Zulieferung für Kohlebergwerk in Australien festhalten / Umweltschützer wollen Blackrock zur Einflussnahme bewegen

  • Lesedauer: 2 Min.
Klimaaktivisten demonstrieren am 13. Januar während einer Protestaktion von Fridays for Future vor der Hamburger Siemens-Niederlassung.
Klimaaktivisten demonstrieren am 13. Januar während einer Protestaktion von Fridays for Future vor der Hamburger Siemens-Niederlassung.

Frankfurt/Main. Vor der Siemens-Hauptversammlung wollen Umweltschützer den Elektrokonzern auf dem Umweg über den Großaktionär Blackrock zum Ausstieg aus einem umstrittenen Geschäft in Australien bewegen. Der weltgrößte Vermögensverwalter müsse dem Siemens-Vorstand »die Rote Karte zeigen«, forderten Greenpeace-Unterstützer am Montag bei einer Protestaktion vor der Frankfurter Deutschland-Zentrale von Blackrock.

Anlass der Kritik ist die Entscheidung des Siemens-Vorstands, trotz heftiger Proteste von Umwelt- und Klimaschützern an seiner Zulieferung für ein riesiges Kohlebergwerk in Australien festzuhalten. Auf den Transparenten der Aktivisten in Frankfurt war zu lesen: »Blackrock: Euer Depot brennt!«

Der Chef des US-Finanzgiganten Blackrock, Larry Fink, hatte kürzlich Konzernchefs weltweit zu mehr Engagement in Sachen Klimaschutz aufgefordert. Blackrock sei »zunehmend geneigt«, Vorständen und Aufsichtsräten die Zustimmung zu verweigern, wenn die Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit keine ausreichenden Fortschritte machten.

Blackrock müsse jetzt beweisen, dass diese Forderungen wirklich ernst gemeint seien, forderte Greenpeace-Finanzexperte Volker Gaßner in einer Mitteilung.

Blackrock verwaltet nach jüngsten Zahlen gut 7,4 Billionen Dollar (rund 6,7 Billionen Euro) Anlagegelder. Das US-Unternehmen ist weltweit an mehr als 15 000 Unternehmen beteiligt, in Deutschland unter anderem an allen Dax-Konzernen. dpa/nd

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