Angst vor der zweiten Ansteckungswelle

Peking blieb von der Coronavirus-Epidemie bisher weitgehend verschont. Das könnte sich demnächst ändern

  • Von Fabian Kretschmer, Peking
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Einfahrt zur Baustelle des Behelfskrankenhauses – betreten dürfen Fremde das Gelände nicht.

Selbst Straßenkreuzungen in Pekings normalerweise geschäftiger Innenstadt muten dieser Tage wie verkehrsberuhigte Fußgängerzonen an. Dagegen staut sich weit außerhalb des sechsten Stadtrings vor dem Gelände des Xiaotangshan-Krankenhauses auf Hunderten Metern eine lange Lastwagenkarawane. Auf den Ladenflächen liegen Gerüstrahmen und Fertigbauteile, die von Arbeitern innerhalb weniger Tage zu einem großen Ganzen zusammengesetzt werden sollen. Zu Hunderten stehen sie am Eingang der Baustelle zum Schichtwechsel bereit, durch ein Eingangstor lassen sich etliche Kräne auf einer riesigen Brache ausmachen. Eilig essen einige Bauarbeiter ihr einer Lunchbox ausgehändigtes Mittagessen - Reis, Gemüse und Fleisch - auf der Motorhaube eines geparkten Autos. Selbst die Sicherheitswächter an den Toren der Baustelle sind derart beschäftigt, dass sie dem ausländischen Reporter kaum Beachtung schenken.

Ihre Mission ist nichts weniger, als Peking in ...


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