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Götterfackeln überm Polarkreis

Eine Hurtigruten-Reise ist spektakulär, erst recht im Winter.

  • Von Ekkehart Eichler
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.
Polarlicht, vom Schiff aus fotografiert

Am fünften Tag endlich ertönt das ersehnte Kommando: »Nordlicht auf ein Uhr« meldet Reiseleiter Marco gegen halb zehn über die Bordlautsprecher der MS »Nordkapp«. Fortan gibt es kein Halten mehr. So gut wie jeder der 300 Passagiere schnappt sich Jacke, Mütze, Handschuhe und stürzt sich ins Getümmel - das Schauspiel will keiner verpassen.

Draußen hat die Natur in nachtwinterlicher Eiseskälte ein Festmahl angerichtet. Nicht mal der Verdacht eines Wölkchens trübt die Sicht zwischen Erde und tiefblauem Himmel. Sterne, Sternbilder und Mond leuchten in einer Klarheit und Intensität, dass einem beim Anblick fast schwindlig wird. Und als hätte Aladin besonders kräftig an der Wunderlampe gerieben, steigt hinter Bergen ein grünlich-grauer Dschinn auf. Ein langsam waberndes geisterhaftes Flimmern, das sich zum mächtigen Streif auswächst. Zur Flamme, die die Nacht erhellt. Zur Monsterhand, die nach dem Schiff zu greifen scheint.

Hier als...


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