Niemanden interessiert, wer zuständig ist

Der Bund will marode Sportstätten modernisieren. Eigentlich ist das Sache der Kommunen, doch der Investitionsstau geht längst in die Milliarden

  • Von Andreas Schirmer, Frankfurt am Main
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Duschen mit kärglichem Wasserstrahl, marode Toiletten, muffige Kabinen, bröckelnder Putz an Hallen mit undichten Dächern und veralteten Einrichtungen: Dieses Drama der Sportstätten soll hierzulande ein Ende haben. Vom kommenden Jahr könnten einige Milliarden Euro investiert werden. um heruntergekommene Sportanlagen zu sanieren oder neu zu bauen. »Nach meinen Informationen werden entsprechende Mittel in den Haushaltsplanentwurf für 2021 von Minister Horst Seehofer eingesetzt«, sagte Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, der dpa.

Anfang Dezember 2019 hatte die SPD-Politikerin bei dem für Sport zuständigen Bundesinnenminister um diese Großprojekt geworben, obwohl es nicht im Koalitionsvertrag vorgesehen ist. »Wenn sich im Verlaufe der Wahlperiode Notwendigkeiten ergeben, kann man ja zu einer Neubewertung kommen, ohne dabei das Gesicht zu verlieren«, meinte Freitag.

Beim CSU-Minister Seehofer kam die Idee...


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