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Palermo ehrt Seenotretter von »Sea-Watch«

Auch Verantwortlichen eines Fischfangschiffs und der Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans geehrt / Auch Crew der »Iuventa« wird ausgezeichnet

  • Lesedauer: 2 Min.
Mittelmeer: Palermo ehrt Seenotretter von »Sea-Watch«

Rom. Die süditalienische Hafenstadt Palermo hat am Montag Seenotretter von drei Schiffen für ihren Einsatz für Migranten im Mittelmeer geehrt - darunter die Helfer der deutschen Organisation Sea-Watch. Der Bürgermeister der Stadt, Leoluca Orlando, sagte nach einer Mitteilung, die Ehrenbürgerschaft gehe an Menschen, die »auf der richtigen Seite der Geschichte stünden«. Die Crew der »Sea-Watch 3« bedankte sich auf Twitter mit einem Video, auf dem eine Flagge in den sizilianischen Farben Rot und Gelb gehisst wird.

Auch die Verantwortlichen eines italienischen Fischfangschiffs und von der »Mare Jonio« der Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans wurden nach Angaben der Stadt bei der Feier ausgezeichnet. Die Vergabe der Ehrenbürgerschaften war zum Teil schon länger bekannt.

Auf der »Sea-Watch 3« war einige Zeit auch die Kapitänin Carola Rackete gefahren. Sie wurde Mitte 2019 vorübergehend in Italien festgenommen und ist inzwischen nicht mehr dabei.

Unter dem damaligen Innenminister Matteo Salvini von der rechten Lega steuerte die Regierung in Rom lange einen harten Kurs gegen die Helfer von Migranten. Die Folge-Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten weist den Seenotrettern inzwischen verhältnismäßig schnell Häfen zu. Sizilien ist dabei immer wieder ein wichtiger Anlaufpunkt.

Unterdessen wurden auch die Crewmitglieder des Rettungsschiffs »Iuventa« der Organisation Jugend Rettet ausgezeichnet. Sie erhalten den Menschenrechtspreis der deutschen Sektion von Amnesty International. »Die Iuventa-Crew steht für all die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die sich auf dem Wasser und auf dem Land für das Überleben von Schutzsuchenden einsetzen«, erklärte Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty Deutschland, nach einer Mitteilung vom Dienstag in Berlin. Rund 200 Menschen hätten zwischen Juli 2016 und August 2017 auf der »Iuventa« ehrenamtlich gearbeitet. In dieser Zeit seien mehr als 14.000 Migranten aus Seenot gerettet worden. dpa/nd

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