Neue Regierung mit alten Problemen

Der Druck auf Kosovo wächst, die Beziehungen zu Serbien zu normalisieren

  • Von Roland Zschächner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Weniger ist manchmal mehr: Das Kabinett von Albin Kurti, dem in der vergangenen Woche ins Amt gewählten Ministerpräsidenten des Kosovo, hat am Mittwoch in Pristina entschieden, die Gehälter für hochrangige Ministeriumsmitarbeiter um fast die Hälfte zu kürzen. Damit revidierte der Chef der nationalistischen Partei Lëvizja Vetëvendosje! (Bewegung Selbstbestimmung, VV) einen Beschluss seines Vorgängers Ramush Haradinaj aus dem Jahr 2017, die Bezüge von 1500 Euro auf 2950 Euro anzuheben. Kurti setzt auf solche symbolischen Aktionen, um seinen Anhängern zu zeigen, dass er es mit seinem propagierten radikalen Wandel ernst meint.

Vetëvendosje war als Siegerin aus den vorgezogenen Parlamentswahlen am 6. Oktober 2019 mit rund 26 Prozent der abgegebenen Stimmen hervorgegangen. Sein Kabinett - in dem die Anzahl der Minister um rund ein Drittel verringert wurde - bildet Kurti nun mit der Demokratischen Liga des Kosovo (LDK), der zweitstärksten Kraf...


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