Ein ganz kleines Fünkchen Hoffnung

Im niederbayerischen Straubing schlägt die Autokrise zu. Gewerkschafter und Lokalpolitiker suchen nach Lösungen

  • Von Rudolf Stumberger, Straubing
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Ende der Produktion – der Autozulieferer Harmann will sein Werk in Straubing noch dieses Jahr schließen. 625 Arbeitsplätze könnten wegfallen.

Für Heinz Hausner sieht die Sache wirklich nicht gut aus: »Die Leute sind zwar hoch qualifiziert, aber auf ein Produkt«, sagt der Bezirksbevollmächtigte der IG Metall im niederbayrischen Passau. Obwohl allenthalben von Fachkräftemangel gesprochen werde, sei die Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Region eher kritisch. Zwar gebe es Firmen, die auch mal Fachkräfte einstellen. »Aber was will ich mit zwei oder drei Arbeitsplätzen, wenn wir 625 brauchen?«

So viele Kollegen werden nämlich gegen Jahresende alleine in Straubing auf der Straße stehen. Der Autozulieferer Harman Becker Automotive Systems aus dem badischen Karlsbad hat angekündigt, sein Werk hier zu schließen und die Produktion nach Ungarn zu verlagern. Die Region sieht sich wie ganz Bayern mit dem gravierenden Strukturwandel der Automobilbranche konfrontiert.

Die Fabrikhallen des Herstellers von Navis und Entertainment-Technologie für Autos liegen im Osten von Straubing an...


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