Geld aus Dreck

Wie Rechtsradikale heute wieder an Nazi-Hetze verdienen.

  • Von Marcus Lan
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Zum Frühjahr kündigt »Der Schelm« Aufklärungsschriften eigenwilliger Art an: Unter dem Titel »Beate Z. ist unschuldig«, verspricht eine Verlagsinformation, werde »akribisch ausgeleuchtet«, weshalb sich die »herrschenden Lobbies (!) in der Bundesrepublik« vor gut zehn Jahren entschieden hätten, Rechtsterrorismus als »Popanz aus dem Hut zu zaubern«. Wer älteren Verschwörungstheorien anhängt, soll sich beispielsweise für ein Pamphlet aus der Nazizeit erwärmen: »Weltentscheidung in der Judenfrage« heißt das Machwerk, mit dem zwei Propagandisten 1940 den damaligen »Endkampf nach 3000 Jahren Judenherrschaft« unterstützen wollten. »Jetzt vorbestellen«, werden Käufer für einen Nachdruck geworben, den »Der Schelm« im Frühling auf den Markt bringen will.

Hinter dem »systemunkonformen Ein-Mann-Kleinstverlag« steht seit der Gründung anno 2014 Adrian Preißinger. Der umtriebige Rechtsextremist begann seine Karriere in den 1980ern im Umfeld der ...


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