Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Sterben, um zu leben

Von Iris Rapoport , Boston und Berlin

  • Von Iris Rapoport
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wo bleibt der Schwanz einer Kaulquappe, wenn der Frosch aus dem Teich hüpft? Was geschieht mit den Schwimmhäuten, die vor der Geburt unsere Finger verbinden?

Alle Körperzellen besitzen ein Selbstmordprogramm. Das startet, wenn einzelne Zellen oder ganze Körperteile nicht mehr benötigt werden. So können die Schwänze von Lurchen oder unsere Schwimmhäute völlig spurlos verschwinden.

Dieses Todesprogramm der Zellen wird Apoptose genannt. Bereits vorgeburtlich läuft es auf Hochtouren. Nicht nur nutzlos gewordene Schwimmhäute lösen sich auf, auch die Hälfte aller Nervenzellen stirbt, kaum dass sie gebildet wurden. Und beim gesunden Erwachsenen verschwinden in jeder Stunde Millionen von Knochenmark- oder Darmzellen.

Das scheint sehr verschwenderisch - zumal die meisten Zellen völlig gesund sind, wenn sie ihr Ende einleiten. Doch diese Verschwendung ist lebensnotwendig. In dem sich entwickelnden Nervensystem etwa dürfen nur die Zellen verbleiben...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.