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Entpolitisierter Engels

Ein Publikum, wie für einen Opernabend: Wuppertal hat Friedrich Engels gedacht, dem berühmtesten Sohn der Stadt

  • Von Sebastian Weiermann, Wuppertal
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das Publikum war typisch für einen Opernabend. Männer in Anzügen, Frauen in Abendkleidern. Nur 150 Karten gingen an normale Wuppertaler Bürger, die Mehrzahl der 700 Plätze wurden von geladenen Gästen eingenommen. Die Spitzen der Stadtgesellschaft feiern das Geburtsjahr des berühmtesten Sohnes der Stadt.

Am 28. November 1820 wurde Friedrich Engels geboren, Marx kongenialer Partner bei der Entwicklung der Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus. Ein Revolutionär, geboren als Fabrikantensohn im tristen Barmen, das seit 1929 Teil der damals neugegründeten Stadt Wuppertal ist. Barmen war eine Stadt, in der die Industrialisierung wichtig, die politische Auseinandersetzung darüber aber wenig ausgeprägt war, weshalb Engels seinen Geburtsort früh verließ. Genauso früh hätte er wohl auch die Feier zu seinem 200. Geburtsjahr verlassen.

Lichtkunst, Rezitation und ein paar Arbeiterliederklassiker aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunde...


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