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Die brutale Macht des Geldes

Die Präsidentschaftsandidatur des Milliardärs Michael Bloomberg ist ideal für Bernie Sanders

  • Von Moritz Wichmann
  • Lesedauer: 1 Min.

Jahrelang haben Linke in den USA immer wieder darauf hingewiesen, wie Reiche subtil den politischen Prozess im Land zur Wahrung ihrer Interessen beeinflussen - und auf ein Mal ist es ganz simpel und einfach nur traurig. Der rund 60-Milliarden-US-Dollar schwere Unternehmer und Ex-Republikaner Michael Bloomberg ist in den vergangenen Jahren mit Geldkoffern durchs Land gezogen und bekommt jetzt seine Gegenleistung: Bürgermeister und Kongressabgeordnete aus den gesamten USA sprechen sich offiziell für seine Präsidentschaftskandidatur aus.

Viele von ihnen sind Afroamerikaner. Sie bieten ihr »Endorsement« just in dem Moment an, in dem neue schmutzige Details zur rassistischen Racial-Profiling-Politik des Mindestlohn-als-Kommunismus-Ablehner Bloomberg während seiner Herrschaft als Bürgermeister von New York bekannt werden.

Auch viele weiße Experten im US-Kabelfernsehen verzichten weitgehend auf Kritik an der Bloomberg-Kandidatur, weil der Unternehmer genug Geld habe, um Trump zu besiegen. Für die Sanders-Kampagne jedoch könnte es keinen besseren Vorwahlgegner geben. Auf der einen Seite der linke unabhängige Volkstribun und Populist, auf der anderen Seite ein Oligarch mit zweifelhafter Vergangenheit. Die Chancen, Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu werden, steigen für Sanders also dadurch, dass Bloomberg seinen Hut in den Ring geworfen hat.

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