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Im Zwischenraum

Belarussische Literatur muss sich gegen politische und kulturelle Vorbehalte durchsetzen - dennoch ist sie quicklebendig

  • Von Ingo Petz
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Wo beginnt man einen Artikel über die belarussische Literatur? Erst einmal beim Handwerkszeug, bei der Sprache, und mit der Feststellung, dass das Belarussische eine eigenständige Sprache ist, die wie das Russische und Ukrainische zur Gruppe der ostslawischen Sprachen gehört. Diese Feststellung ist wichtig, da sich das Belarussische nicht selten dem Vorwurf ausgesetzt sieht, ein künstliches Produkt oder gar ein Dialekt des Russischen zu sein und damit keine Existenzberechtigung zu haben. Ob die belarussische Literatur nur Belarussisch schreibende Autoren meint, ist eine andere Frage. Viele Autoren wachsen mit Russisch auf, wechseln später ins Belarussische. »Die meisten in Belarus sprechen Russisch, aber sie denken Belarussisch«, meint der Schriftsteller Alhierd Bacharewitsch.

Das prominenteste Beispiel für eine Autorin, die Russisch schreibt, aber das Belarussische als ihre geistig-kulturelle Heimat angibt, ist Swetlana Alexijewitsch....


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