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Das Virus-Dilemma

Die KP Chinas muss die Epidemie in den Griff bekommen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen

  • Von Fabian Kretschmer, Peking
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im Einkaufsviertel Sanlitun in der Pekinger Innenstadt gleichen die riesigen Flagship-Stores internationaler Modehersteller derzeit verlassenen Fabrikhallen. Einen Steinwurf entfernt herrscht jedoch reger Betrieb: Aus den umliegenden Supermärkten strömen die Bürger mit Großeinkäufen - für ein Paar Eier verlässt jetzt niemand mehr die Wohnung.

Seit Wochen wütet das Coronavirus, es hat mehr als 70 000 Menschen infiziert und 1770 getötet - vor allem in China. Wie selten zuvor lässt die Krise ein Dilemma der Kommunistischen Partei zutage treten: Sie muss die Wirtschaft wieder ankurbeln, ohne jedoch die Gesundheit der Bevölkerung aufs Spiel zu setzen. Im KP-Zentralorgan »Renmin Ribao« prangt ebenjener Widerspruch auf der Titelseite: Präsident Xi Jinping weist seine Kader an, die Wachstumsziele für das laufende Jahr zu erfüllen, und verlangt von den Unternehmen, »null Ansteckungen« zuzulassen.

Die Legitimität der Regierung speist s...


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