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Kranke Versicherung

Markus Drescher über die schwierige Schaffung einer Einheitsversicherung

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung kommt zum Schluss, dass die Private Krankenversicherung abgeschafft gehört - und die bisherigen Profiteure des Nebeneinanders von Gesetzlicher und Privater laufen Sturm: Bundesärztekammer, Private Krankenversicherer, Beamtenbund, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft ...

In der Regel ruft wenig so großen Widerstand hervor wie das Rütteln an Privilegien. Dass darunter fällt, sich eine Private Krankenversicherung zu leisten, die den Eintritt in eine medizinische Parallelwelt fern der Mindestversorgung ermöglicht, würde wohl jeder einfache Kassenpatient so unterschreiben können. Wie wohl ebenso, dass es nicht angehen kann, dass er auch noch dafür zahlen muss, um diese Zwei-Klassen-Gesellschaft in der medizinischen Versorgung am Leben zu halten.

Bei allen Studien, politischen Forderungen und einer Mehrheit der Bevölkerung, die eine Abkehr vom dualen System unterstützt, ändern wird sich am derzeitigen Zustand: erst einmal und auf absehbare Zeit nichts. Die Zusammenführung der beiden Systeme in eine einheitliche Versicherung ist eine komplexe gesetzgeberische Mammutaufgabe, für die es Willen braucht. Wann eine Regierung zustande kommen kann, die diesen aufbringt, ist in der jetzigen komplizierten politischen Lage nicht abzusehen.

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