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Ein Shoah-Opfer, das keines war

Mailänder Historiker entlarven angeblichen Auschwitz-Überlebenden Artale als Lügner

  • Von Wolf H. Wagner, Florenz
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Es war im Jahr 2005, als Gaetano Artale seine Biografie neu zu schreiben begann. Fortan nannte der 1937 in Cosenza/Kalabrien Geborene sich Samuel Artale von Belskij Levi. Der pensionierte Ingenieur besuchte Schulen, Universitätsseminare und andere öffentliche Einrichtungen, um aus seinem Überleben als Shoah-Opfer zu berichten. Den Erzählungen nach stammte er aus einer preußisch-jüdisch-evangelischen Familie in Rostock, die Anfang der 1940er Jahre mit einem Transport in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurde. Seine Eltern und Geschwister seien dort ermordet worden, er selbst hätte als einziges Familienmitglied überlebt.

Eine tragische Geschichte, wie sie sich hunderttausendfach zugetragen hat: Von den über eine Million nach Auschwitz verschleppten Kindern und Jugendlichen überlebten weniger als 500 Hunger und Kälte, die Torturen der SS, die Experimente der »Ärzte« Mengele, Clauberg oder Schumann. Viele erlagen ih...


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