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Zorn auf das »böse Volk«

Im Süden Kasachstans kam es zu Unruhen und einer Massenflucht / Was steckt hinter den Zusammenstößen?

  • Von Othmara Glas, Almaty
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Rot-weiß gestreifte Schlagbäume, Männer mit Stahlhelmen und schusssicheren Westen signalisieren: Hier geht es nicht weiter. Wer dieser Tage in den Ort Masantschi im Süden Kasachstans will, hat es schwer. Spezialeinheiten kontrollieren die Zufahrtsstraßen in die Kleinstadt, wo es kürzlich zu schweren Ausschreitungen kam. Manche sprechen gar von Pogromen.

Elf Tote, fast zweihundert Verletzte und Tausende Menschen auf der Flucht: Das ist die Bilanz der Nacht vom 7. auf den 8. Februar. Etliche Häuser wurden zerstört. Die Bilder aus Masantschi erinnern an ein Kriegsgebiet. Für die kasachische Regierung ist der Zusammenstoß das Resultat eines »alltäglichen Konflikts«. Dass die Angreifer vor allem Kasachen und die Opfer mehrheitlich Dunganen waren, wurde von offizieller Seite zunächst bewusst verschwiegen.

Nacht der Unruhe

Auslöser der Ausschreitungen sollen zwei Zwischenfälle am Vortag gewesen sein. Sie klingen so irrational wie...


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