Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Mal mit dem Finger zeigen

Kurt Stenger über das reichlich maue Vorgehen der EU gegen Steueroasen

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 2 Min.

Jetzt zeigen wir aber mal so richtig mit dem Finger auf die Bösewichte - so lautet die bisherige Strategie der EU gegen die Steueroasen dieser Welt. Man setzt diese auf eine schwarze Liste; Staaten wohlgemerkt, die Mafiosis und Steuerhinterziehern beste Möglichkeiten zur anonymen Geldwäsche bieten. Billionensummen werden hier vor dem heimischen Fiskus und Fahndern versteckt, viele Milliarden an Steuereinnahmen entgehen den Ländern dadurch.

Das EU-Vorgehen ist ein stumpfes Schwert, denn Sanktionen oder andere Formen politischen Drucks gibt es bisher keine. Zudem lässt man große »Schattenfinanzplätze« wie die USA oder die Schweiz außen vor, eigene Mitglieder wie Deutschland sowieso. Dabei fließen die ganz großen Summen gerade über diese, wie die Enthüller des Tax Justice Network zurecht kritisieren.

Ein ganz großer Brocken entsteht derweil gerade vor der eigenen Haustür: Mit dem Brexit hofft die britische Rechtsregierung, die Insel samt ihrer Überseegebiete in der Karibik und der Südsee zur Finanzoase aller Kriminellen aus der Europäischen Union auszubauen. Ein Riesengeschäft für die heimische Finanzindustrie winkt. Dies scheint sich die EU aber dann doch nicht bieten lassen zu wollen: Mit den Cayman Islands hat sie jetzt erstmals ein britisches Überseegebiet auf die schwarze Liste gesetzt. Nur, traut man sich endlich mal auch mehr?

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln