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  • Politik
  • Grubenunglück in Zwickau

»Wie ein Gehirnschlag«

Schwerstes Grubenunglück der DDR vor 60 Jahren forderte 123 Todesopfer

  • Von Martin Kloth, Zwickau
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die Sonne war gut eine Stunde zuvor aufgegangen, als wie aus dem Nichts über Zwickau die wohl dunkelste Stunde des Bergbaus in der DDR hereinbrach. 950 Meter unter ungefähr dem Areal, auf dem sich der Friedhof im Ortsteil Eckersbach befindet, erschütterte am 22. Februar 1960 um 8.20 Uhr eine verheerende Explosion das Steinkohlerevier. Von 174 Männern der Frühschicht kehrten 123 nicht mehr lebend ans Tageslicht zurück, manche von ihnen wurden nie geborgen. Die Jüngsten der Opfer waren noch nicht einmal volljährig.

Zum 60. Mal jährt sich am Sonnabend die Katastrophe, die Zwickau, die betroffenen Familien und ehemalige Bergleute bis heute aufwühlt. »Das hat nicht nachgelassen«, sagt Karl-Heinz Baraniak. Der 82-Jährige war damals für die Ausbildung von Handwerkern zuständig, die unter Tage für Strom und funktionierendes Abbaugerät sorgten. Heute leitet er den Steinkohlenbergbauverein Zwickau.

Klaus Hertel hat sich im Vorraum sein...


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